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22.08.1992
Aschberg


Ort: Aschberg, 90 Meter ü. N. N.
Zeit: 21.00 - 00.00 MEZ
Instrumente: 20 cm Newton f=1200 mm auf Regulus-Montierung
Okulare: 40 mm Ortho (30 x), 12.5 mm Ortho (96 x) und 6 mm Ortho (200 x)
Kamera: Revue SC 3


An diesem klaren Abend hatte ich mich mit Axel Herfurth aus Rendsburg auf dem Aschberg verabredet. Wir wollten mit meinem 20 cm Newton einige Aufnahmen mit nachgeführter Kamera machen.

Nach 21 Uhr MEZ (22 Uhr Sommerzeit) trafen wir uns auf dem Aschberg ganz oben auf dem Parkplatz vor den "Aschberg-Stuben". Das Teleskop und die Regulusmontierung wurden aufgebaut und anschließend meine Spiegelreflexkamera (die Revue SC 3) an die Gegengewichtsachse geschraubt. Als Film verwendete ich den Agfa 1000 RS Diafilm.

Nun mußte die Montierung des Teleskops noch genau ausgerichtet werden. Das Teleskop hatte ich 1991 von Axel gekauft. Er hatte die Teilkreise der Montierung damals genau für den Standort Aschberg justiert. Zur genauen Justierung benutzte er an diesen Abend die Hilfe eines kleinen Taschencomputers. So ging diese Einstellung recht schnell.


19920822a.jpg

Der 20 cm Newton auf der Regulusmontierung
auf dem Aschberg am 22.08.1992
© Mario Lehwald


Das erste Objekt war der Nordamerikanebel NGC 7000. Dieser wurde mit einem 135 mm Teleobjektiv aufgenommen. Axel zeigte mir, wie man richtig nachführt. Zur Kontrolle wurde das 12 mm Fadenkreuzokular in das Teleskop eingesetzt und die Nachführung in Gang gesetzt. Mit Hilfe des Handtasters konnte man den Nachführmotor anhalten oder doppelt so schnell machen. Bei einfach laufender Nachführung sah ich, wie der Stern im Fadenkreuzokular doch etwas hin- und hereierte. Das Ziel war es, mit dem Handtaster den Kontrollstern möglichst genau in der Mitte des Fadenkreuzes zu halten. So führte Axel auch die erste Aufnahme des Nordamerikanebels nach. Wir belichteten etwa 10 Minuten lang von 22.04 bis 22.14 Uhr MEZ.


ngc7000.jpg

Der Nordamerikanebel NGC 7000
10 Minuten belichtet auf Agfa 1000 RS mit 135 mm Brennweite
© Mario Lehwald


Als zweites nahmen wir uns den Andromedanebel vor, auch wieder mit 135 mm. Hier wurde ebenfalls 10 Minuten lang belichtet. Danach folgten zwei Aufnahmen der Milchstraße im Sternbild Schwan mit 28 mm Brennweite. Bei dieser kurzen Brennweite (Weitwinkelbereich) ließen wir die Nachführung einfach laufen, also keine Nachführkorrektur. Die letzte Aufnahme wurde gegen 23.40 MEZ beendet. Danach beobachteten wir noch ein wenig. Axel erzählte mir auch, daß er besonders Sternhaufen gerne beobachtet. So stellten wir noch einige offene und kugelförmige Sternhaufen ein. Nach 00 Uhr MEZ wurde das Treffen dann beendet.


m31.jpg

Die Andromedagalaxie M 31
10 Minuten belichtet auf Agfa 1000 RS mit 135 mm Brennweite
© Mario Lehwald

© Copyright: 1998-2017 Mario Lehwald
www.andromedagalaxie.de