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09.09.2004
Aschberg


Ort: Aschberg, 90 Meter ü. N. N.
Zeit: 19.30 - 23.30 MEZ
Instrumente: 20 cm Newton (Dobson) f=1200 mm
Grenzgröße: etwa 6.5 mag für das bloße Auge im kleinen Wagen


Auch an diesem Tag herrschte das gleiche Wetter wie am Vortag mit tagsüber tiefblauen Himmel und sehr guter Fernsicht. Da die Nacht wieder so schön zu werden versprach wie die vorige, beschloss ich auch an diesem Abend wieder mit dem Dobson zum Aschberg zu fahren. Dieses Mal wollte ich schon kurz nach Sonnenuntergang dort sein, um noch einige Stimmungsaufnahmen vom Teleskop im Gegenlicht während der Dämmerung zu machen.

Für diesen Abend hatten sich auch schon mehrere Sternfreunde angekündigt. Nachdem ich gegen 19.15 Uhr MEZ auf dem Aschberg angekommen war, packte ich den Dobson aus, um ihn nach drüben auf dem alten Sportplatz zu bringen. Dann kam auch schon der nächste Sternfreund an. Schnell hatten wir den Dobson auf dem Sportplatz aufgestellt und ich begann mit den Fotos - sowohl auf Diafilm als auch mit der Digitalkamera. Es wurde langsam dunkler und wir trugen die Teile des Dobsons schließlich wieder zum Parkplatz zurück, da ich dort direkt neben dem Auto beobachten wollte.


aschberg1.jpg

Eine tolle Stimmung!
© Mario Lehwald


Für diesen Abend war bei mir die Galaxie NGC 891 in der Andromeda und der Kalifornianebel NGC 1499 im Perseus geplant. Es wurde immer dunkler. Der Anblick des Himmels und der Milchstraße war genauso eindrucksvoll wie am Abend zuvor. Ich schaute mir erstmal wieder viele der bekannten Objekte an: Den Sternhaufen M 11 im Schild, NGC 7789 und NGC 663 in der Cassiopeia, die Kugelsternhaufen M 13 und M 15, und den Cirrusnebel im Sternbild Schwan, der mir jetzt schon bekannt war! Dieser war auch wieder ohne Nebelfilter einwandfrei zu sehen. Dann noch die Galaxie M 33 im Dreieck und natürlich M 31 samt ihren Begleitern M 32 und M 110 in der Andromeda.

Die Galaxie NGC 891 in der Andromeda
Es gelang mir nicht, die Galaxie NGC 891 in der Andromeda zu finden. Aber in dem 18 Zöller eines anderen Sternfreundes sah ich diese dann doch. Sie war recht schwach, aber die schmale Form mit der zentralen Verdickung sowie dem Staubband in der Mitte waren deutlich zu erkennen gewesen. Später hatte sie ein anderer Sternfreund aber noch mit seinem 10 Zöller einstellen können.

Den ebenfalls geplanten Kalifornianebel NGC 1499 im Perseus
hatte ich ebenfalls vergeblich gesucht. Später erkannte ich, daß ich in der Nähe des falschen Sterns gesucht habe... Sowas kommt vor, wenn man Objekte das erste Mal sucht. Beim nächsten Mal werde ich es erneut versuchen, obwohl dieses Objekt für 8 Zoll schon eine Herausforderung ist.

Gegen 23.30 Uhr MEZ baute ich wieder ab und fuhr dann wieder nach Hause. Es waren zwei Nächte die sich wirklich gelohnt hatten! Und ein Ende der Schönwetterlage kündigte sich auch schon an. Der nächste Abend wurde nochmal klar; ich nutzte diesen aber lediglich für einige Aufnahmen der Dämmerung auf dem Land. In der Nacht zogen dann aus Westen Wolken heran.



nachthimmel_aschberg_02.jpg

Eine Impression:
Der Anblick des Sternenhimmels
gegen 22.00 Uhr MEZ mit Blick nach Südwesten
© Mario Lehwald

© Copyright: 1998-2017 Mario Lehwald
www.andromedagalaxie.de