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30.03.2005
Beobachtungsabend Sternwarte Kronshagen


Ort: Sternwarte Kronshagen
Zeit: 19.00 - 21.00 MEZ
Instrumente: 20 cm Newton (Dobson) f=1200 mm
Okulare: 40 mm Ortho (30 x), 12.5 mm Ortho (96 x) und 6 mm Ortho (200 x).
Grenzgröße: nicht bestimmt


Den ganzen Tag über war es klar. Der letzte öffentliche Beobachtungsabend der Saison an der Sternwarte Kronshagen versprach endlich mal nach langen schlechten Wetter gut zu werden. Wegen der Sommerzeit war dieser Beobachtungsabend erst für 19 Uhr MEZ angekündigt, wegen eines Fehlers in der Zeitung dort aber bereits um 18.30 Uhr MEZ. So trafen sich einige Mitglieder schon um 18.30 Uhr MEZ in Kronshagen damit jemand dort war, falls Besucher kommen sollten. Sonnenuntergang war in Kiel um 18.52 Uhr MEZ. Ich plante auch gegen 18.30 Uhr MEZ dort zu sein, um dort den Sonnenuntergang zu fotografieren. Da es durchgehend klar war, nahm ich auch noch meinen Dobson mit.

Gegen 18.45 Uhr MEZ machte ich erstmal Fotos vom Sonnenuntergang. Dann wurden in der anschließenden Dämmerung schon die Sternwarten geöffnet und der Aufbau der Teleskope der GvA-Mitglieder war auf Hochtouren. So langsam ragten immer mehr Fernrohre in den Himmel während der Himmel in einen tiefen Dunkelblau zu leuchten begann. Ich machte hier eine Reihe von Stimmungsfotos, da wir solch ein Wetter nicht häufig haben wenn Beobachtungsabend ist. Schließlich wurde es für meine einfache Digitalkamera zu dunkel. Ich holte mein Dobson, was recht schnell ging und begann die ersten Objekte einzustellen. Nach langer Zeit sahen wir mal wieder viele Standardobjekte des Sternenhimmels.


050330a.jpg

Aufbau in Abenddämmerung
© Mario Lehwald


Orionnebel M 42
Schon in der Dämmerung suchte ich dieses Objekt auf, welches auch schon deutlich im 40 mm Okular zu sehen war. Seine richtige Pracht zeigte M 42 aber nach Einbruch der totalen Dunkelheit und mit einem Nebelfilter, den mir ein Sternfreund geliehen hatte: Eine strukturreiche neblige Masse mit feinen Ausläufern.

NGC 2392 - der Eskimonebel in den Zwillingen
Ein Sternfreund stellte dieses Objekt bei mir ein. Es erschien ein kleiner rundlicher Nebelfleck im 40, später dann 12,5 mm Okular - mehr aber auch nicht. Das berühmte Gesicht war nicht zu erkennen.

M 36 im Fuhrmann
Dann richtete ich meinen Dobson auf den Fuhrmann um einige offene Sternhaufen zu sehen. Zunächst landete M 36 im Okular. Im 7 x 50 Sucher noch ein kleiner Nebelfleck, im 40 mm Okular dann völlig in Einzelsterne aufgelöst. Die Vergrößerung konnte gerne noch auf 96fach mit dem 12,5 mm Okular erhöht werden.

M 37 im Fuhrmann
Gleich ging es weiter zum Nachbarn M 37. Auch hier im 7 x 50 Sucher zunächst ein kleiner Nebelfleck, im 40 mm Okular dann eine wahre Pracht von Sternhaufen! Sowas ist immer wieder eindrucksvoll wie sich ein kleiner Nebelfleck im Sucher in einen prachtvollen Sternhaufen im Hauptrohr auflöst.

M 35 in den Zwillingen
Natürlich durfte auch M 35 in den Zwillingen nicht fehlen - ein ebenfalls schöner offener Sternhaufen am Winterhimmel. Den schwachen NGC 2158 habe ich aber nicht gesehen.

NGC 869 und 884 im Perseus
Dieser Doppelsternhaufen h und chi ist in Kronshagen das Standardobjekt schlechthin! Auch wenn er bei richtig dunklen Himmel weit weg von der Stadt noch erheblich eindrucksvoller im Okular strahlt, so ist schon der Anblick hier in Kronshagen am Stadtrand auch schon eindrucksvoll bei 20 cm Öffnung!

M 45 - die Plejaden im Stier
Ebenfalls das Standardobjekt bei öffentlichen Veranstaltungen! Ins 40 mm Okular bekomme ich diesen offenen Sternhaufen gerade noch mit Mühe hinein. Der Anblick dieser sehr hellen und deutlich blauen Sterne ist immer eine Pracht.

Gegen 21.00 Uhr MEZ packte ich langsam ein. Anschließend gab es noch ein nettes Gespräch mit Franz Haar aus Neumünster, der am Abend ebenfalls nach Kronshagen gekommen ist. Danach fuhr ich nach Hause. Der letzte Beobachtungsabend hat jedenfalls mal stattgefunden - und das gleich richtig.

© Copyright: 1998-2017 Mario Lehwald
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