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8,58 Tage nach Neumond


Einen Tag nach dem ersten Viertel gibt es wieder sehr viele interessante Formationen auf dem Mond zu entdecken.


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Der Mond 8,58 Tage nach Neumond (27.03.2007, 18.36 MEZ)
Aufrechte (Norden ist oben) und seitenrichtige Darstellung
© Mario Lehwald


Am Nordrand des Mare Imbrium finden wir den dunklen Krater Plato. Er hat einen Durchmesser von 100 Kilometern. Seine auffällig dunkle Farbe kommt daher, weil sein Boden vollständig mit Lava bedeckt ist.

Weiter südlich, am Westende des Gebirgszuges der Apenninnen, finden wir den 58 Kilometer großen Krater Eratosthenes.

Südwestlich des Kraters Arzachel gelangen wir an den Rand des Mare Nubiums. Hier finden wir nahe des kleinen Kraters Birt eine markante Verwerfung auf dem Mond - die lange Wand (Rupes Recta). Sie ist etwa 120 Kilometer lang und 1,5 Kilometer breit. Ihre Hangneigung liegt zwischen zwischen 30 und 40 Grad. Bei aufgehender Sonne und östlichem Lichteinfall (zunehmender Mond) erscheint diese Verwerfung als dunkle Linie, weil der Hang nach Westen geneigt ist und bei östlichem Lichteinfall einen Schatten wirft. Fällt das Sonnenlicht dagegen von Westen herein (abnehmender Mond), so wird der Hang direkt von der Sonne beleuchtet und erscheint dann als helle Linie!

Weiter südlich ist auch schon der relativ junge Krater Tycho zu sehen. Er hat einen Durchmesser von 85 Kilometern und ist sehr gut erhalten. Mit einem Alter von weniger als 1 Milliarde Jahre gehört er zu den ganz jungen Mondkratern. Tycho hat weiterhin ein ausgeprägtes Strahlensysten, welches man aber nur bei steilem Lichteinfall auf dem Mond, also um die Zeit des Vollmondes, gut erkennen kann.

Etwas südöstlich von Tycho stößt man auf die Wallebene Maginus mit einem Durchmesser von gut 160 Kilometern. Die Ränder von Maginus sind durch viele kleinere Krater stark zerklüftet.

Noch weiter südlich liegt die große Wallebene Clavius mit einem Durchmesser von 220 Kilometern. Im Innern von Clavius befinden sich mehrere kleinere Krater, die ein Test für jedes Teleskop sind! Ein 8 Zöller sollte bei ruhiger Luft alle von ihnen zeigen! Ins Innere Clavius wurde übrigens in dem Film 2001 die Mondstation gelegt.


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Namen der Mondformationen am Terminator
Aufrechte (Norden ist oben) und seitenrichtige Darstellung
© Mario Lehwald



Umgekehrte seitenrichtige Darstellung

Dieser Anblick zeigt sich in einem Refraktor (Linsenteleskop) ohne Verwendung eines Zenitprismas oder in einem Spiegelteleskop nach Newton. Das Bild steht auf dem Kopf (Norden ist unten), ist aber seitenrichtig.


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Der Mond 8,58 Tage nach Neumond (27.03.2007, 18.36 MEZ)
Umgekehrte (Norden ist unten) seitenrichtige Darstellung
© Mario Lehwald


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Namen der Mondformationen am Terminator
Umgekehrte (Norden ist unten) seitenrichtige Darstellung
© Mario Lehwald



Aufrechte seitenverkehrte Darstellung

Dieser Anblick zeigt sich in einem Refraktor (Linsenteleskop) mit Verwendung eines Zenitprismas. Das Bild ist richtig herum (Norden ist oben) aber seitenverkehrt.


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Der Mond 8,58 Tage nach Neumond (27.03.2007, 18.36 MEZ)
Aufrechte (Norden ist oben) aber seitenverkehrte Darstellung
© Mario Lehwald


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Namen der Mondformationen am Terminator
Aufrechte (Norden ist oben) aber seitenverkehrte Darstellung
© Mario Lehwald

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