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Der Mond am Himmel


Der Mond wandert am Himmel auf der scheinbaren Bahn, auf der sich auch die Sonne und die Planeten bewegen. Diese gedachte Linie nennt man Ekliptik. Pro Tag wandert der Mond etwa 13 Grad am Himmel nach Osten. Diese Bewegung erfolgt gegen die Erddrehung. In einer Stunde wandert er etwa 33 Bogenminuten nach Osten - das entspricht etwa seinem eigenen Durchmesser am Himmel. Nach 27,3 Tagen steht er wieder an der gleichen Stelle am Himmel - er ist einmal um die Erde gelaufen (siderischer Monat). Da die Sonne in der Zwischenzeit am Himmel ebenfalls nach Osten weitergewandert ist, braucht der Mond etwas länger, um wieder die gleiche Phase zu erreichen - nämlich 29,5 Tage (synodischer Monat).

Wer etwas länger den Mondlauf verfolgt, wird bald feststellen, daß z. B. der Vollmond im Winter immer sehr große Höhen am Südhimmel erreicht, während er in den lauen Sommernächten dagegen nur sehr tief steht! Der zunehmenden Mond erreicht um die Zeit des ersten Viertels im Frühling seine größte Höhe am Himmel, im letzten Viertel dagegen im Herbst. Somit eignet sich besonders der zunehmende Frühjahrsmond am Abendhimmel gut zur Beobachtung, da dieser dann hoch am Himmel steht! Die folgende Tabelle gibt Auskunft darüber, wie die größte Mondhöhe am Südhimmel zu Beginn der Hauptjahreszeiten bei den einzelnen Mondphasen ist.


Größte Höhe des Mondes am Südhimmel

Mondphase Frühling Sommer Herbst Winter
erstes Viertel hoch mittel tief mittel
Vollmond mittel tief mittel hoch
Letztes Viertel tief mittel hoch mittel
Neumond mittel hoch mittel tief

Warum das so ist, hängt mit der Lage der Ekliptik in den Jahreszeiten zusammen. Die Erdachse ist um 23,5 Grad gegen die Ekliptik geneigt. Daher hat die Ekliptik im Laufe eines Jahres verschiedene Höhen am Südhimmel. Unsere Sonne steht z. B. mittags im Sommer sehr hoch, im Winter dagegen nur sehr tief am Südhimmel. Genauso schwankt auch die größte Höhe des Mondes am Himmel im Laufe eines Jahres. Der Vollmond steht z. B. im Winter hoch und im Sommer tief am Himmel.

Weiterhin ist die Bahn des Mondes um etwa 5 Grad gegen die Ekliptik geneigt. Daher kann der Mond am Himmel auch um 5 Grad von der Ekliptik nach oben oder unten abweichen!

Die folgenden Karten zeigen die Höhe des Mondes am Himmel bei verschiedenen Mondphasen im Frühling, Sommer, Herbst und Winter.



Der Mond im Frühling

Im Frühling verläuft die Ekliptik abends hoch am Himmel. Daher steht auch der zunehmende Mond im Frühling sehr hoch am südwestlichen Abendhimmel. Die folgende Karte zeigt die Lage der Ekliptik (braun) nach Süden am 21. März um 20 Uhr MEZ:


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Der zunehmende Mond steht im Frühling sehr hoch am Abendhimmel
Karte erstellt mit Skyglobe
© Mario Lehwald


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Der abendliche Halbmond am 11. März 2011 hoch am Himmel
© Mario Lehwald


Im Laufe der Nacht senkt sich die Ekliptik langsam ab. Ist in dieser Zeit Vollmond, erreicht er eine mittlere Höhe am Südhimmel. Die folgende Karte zeigt die Lage der Ekliptik (braun) nach Süden am 21. März um Mitternacht:


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Der Vollmond erreicht im Frühling mittlere Höhen am Himmel
Karte erstellt mit Skyglobe
© Mario Lehwald


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Frühlingsvollmond am 12. April 2006 gegen 18.12 MEZ
© Mario Lehwald


Gegen Morgen hat sich Ekliptik tief abgesenkt. Ist in dieser Zeit abnehmender Mond, erreicht er am Morgenhimmel nur eine geringe Höhe im Südosten. Die folgende Karte zeigt die Lage der Ekliptik (braun) nach Süden am 22. März um 4.00 MEZ:


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Der abnehmende Mond erreicht im Frühling nur eine tiefe Stellung am Himmel
Karte erstellt mit Skyglobe
© Mario Lehwald



Der Mond im Sommer

Im Sommer hat die Ekliptik abends eine mittlere Höhe am Himmel. Folglich erreicht der zunehmende Mond im Sommer eine mittlere Höhe am südwestlichen Abendhimmel. Die folgende Karte zeigt die Lage der Ekliptik (braun) nach Süden am 21. Juni um 20 Uhr MEZ:


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Der zunehmende Mond erreicht im Sommer eine mittlere Höhe am Abendhimmel
Karte erstellt mit Skyglobe
© Mario Lehwald


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Der abendliche Halbmond am 22. Juli 2007 gegen 19.25 MEZ
© Mario Lehwald


Gegen Mitternacht erreicht die sommerliche Ekliptik ihren tiefsten Stand im Süden. Daher hält sich auch der Vollmond im Sommer sehr rar und erreicht nur geringe Höhen am Südhimmel. Die folgende Karte zeigt die Lage der Ekliptik (braun) nach Süden am 21. Juni um Mitternacht:


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Der Vollmond erreicht im Sommer nur geringe Höhen am Südhimmel
Karte erstellt mit Skyglobe
© Mario Lehwald


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Der sommerliche Vollmond am 12. Juli 1992 tief im Süden
© Mario Lehwald


Zum Morgen hin richtet sich die Ekliptik langsam wieder auf und der abnehmende Mond erreicht am Morgenhimmel im Sommer eine mittlere Höhe am Südosthimmel. Die folgende Karte zeigt die Lage der Ekliptik (braun) nach Süden am 22. Juni um 4.00 MEZ:


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Der abnehmende Mond erreicht im Sommer eine mittlere Höhe am Himmel
Karte erstellt mit Skyglobe
© Mario Lehwald



Der Mond im Herbst

Im Herbst erreicht die Ekliptik früh abends ihren tiefsten Stand im Süden. Daher steht auch der zunehmende Mond im Herbst nur sehr tief am südwestlichen Abendhimmel. Die folgende Karte zeigt die Lage der Ekliptik (braun) nach Süden am 21. September um 20 Uhr MEZ:


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Der zunehmende Mond erreicht im Herbst nur eine geringe Höhe am Abendhimmel
Karte erstellt mit Skyglobe
© Mario Lehwald


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Der abendliche Halbmond am 1. Oktober 2005 gegen 16.19 MEZ
© Mario Lehwald


Bis Mitternacht hat sich die Ekliptik am Herbsthimmel wieder aufgerichtet. Ist in dieser Zeit Vollmond, erreicht er eine mittlere Höhe am Südhimmel. Die folgende Karte zeigt die Lage der Ekliptik (braun) nach Süden am 21. September um Mitternacht:


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Der Vollmond erreicht im Herbst eine mittlere Höhe am Südhimmel
Karte erstellt mit Skyglobe
© Mario Lehwald


Gegen Morgen hat sich die Ekliptik im Süden steil emporgehoben. Daher steht auch der abnehmende Mond im Herbst hoch am südöstlichen Morgenhimmel. Die folgende Karte zeigt die Lage der Ekliptik (braun) nach Süden am 22. September um 4.00 MEZ:


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Der abnehmende Mond steht im Herbst hoch am Himmel
Karte erstellt mit Skyglobe
© Mario Lehwald



Der Mond im Winter

Im Winter neigt sich die Ekliptik abends immer höher am Südhimmel hinauf. Daher erreicht der zunehmende Mond im Winter eine mittlere Höhe am südwestlichen Abendhimmel. Die folgende Karte zeigt die Lage der Ekliptik (braun) nach Süden am 21. Dezember um 20 Uhr MEZ:


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Der zunehmende Mond erreicht im Winter eine mittlere Höhe am Abendhimmel
Karte erstellt mit Skyglobe
© Mario Lehwald


Am winterlichen Nachthimmel erreicht die Ekliptik ihre höchste Stellung im Süden. Ist in dieser Zeit Vollmond, erreicht er seine höchste Stellung am Südhimmel. Die folgende Karte zeigt die Lage der Ekliptik (braun) nach Süden am 21. Dezember um Mitternacht:


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Der Vollmond erreicht im Winter seine höchste Stellung am Südhimmel
Karte erstellt mit Skyglobe
© Mario Lehwald


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Winterlicher Vollmond hoch am Himmel
© Mario Lehwald


Gegen Morgen neigt sich die Ekliptik im Süden wieder nach unten, wodurch der abnehmende Mond im Winter eine mittlere Höhe am südöstlichen Morgenhimmel erreicht. Die folgende Karte zeigt die Lage der Ekliptik (braun) nach Süden am 22. Dezember um 4.00 MEZ:


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Der abnehmende Mond erreicht im Winter eine mittlere Höhe am Morgenhimmel
Karte erstellt mit Skyglobe
© Mario Lehwald

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