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Brauner Zwerg


Ein Brauner Zwerg ist ein Mittelding zwischen Stern und Planet. Liegt die Anfangsmasse eines entstehenden Sterns unter 0,1 Sonnenmassen, erreicht die Kerntemperatur des neuen Sterns nicht diejenige die erforderlich ist, um die Wasserstofffusion zu zünden. Stattdessen werden nur schwache Fusionsprozesse eingeleitet, die sogenannte Lithiumfusion und die Deuteriumfusion. Das Ergebnis ist ein Brauner Zwerg, der schwach in einem dunkelroten Licht glimmt.


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Phantasiedarstellung eines braunen Zwerges
© Mario Lehwald


Braune Zwerge haben Oberflächentemperaturen zwischen 300 und 2.000 Kelvin, je nach Masse. Die meiste Energie wird dabei im Infraroten abgestrahlt. Die Energieübertragung erfolgt bei Braunen Zwergen rein konvektiv, und nicht wie bei Sternen durch Strahlung.

Für Braune Zwerge sind eigene Spektralklassen definiert worden. Massive Braune Zwerge mit Oberflächentemperaturen von etwa 1.300 bis 2.000 Kelvin haben die Spektralklasse L. Für kühlere Braune Zwerge mit Oberflächentemperaturen zwischen 800 und 1.300 Kelvin ist die Spektralklasse T definiert worden. Im Jahr 2011 ist noch die Spektralklasse Y dazugekommen, die für sehr kühle Braune Zwerge mit Oberflächentemperaturen zwischen 300 und 500 Kelvin vorgesehen ist.

Braune Zwerge sind extrem lichtschwach und selbst in nächster Sonnennähe im optischen nur sehr schwer zu beobachten. Besser lassen sie sich im Infrarotbereich sehen, z. B. auf dem Two Micron All Sky Survey (2MASS), einer Himmelsdurchmusterung im Infrarotbereich. Daher tragen viele Braune Zwerge eine Bezeichnung, die mit 2MASS beginnt.

© Copyright: 1998-2017 Mario Lehwald
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