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Haar der Berenike (Com)



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Karte erstellt mit Skymap
© Mario Lehwald


Das Sternbild Haar der Berenike besteht nur aus lichtschwachen Sternen. Als Frühlingssternbild kulminiert es Mitte April gegen 23 Uhr MEZ.

Der Hauptstern α Coma Berenices hat den Namen Diadem. Er ist 4,3m hell und etwa 60 Lichtjahre entfernt.

Im Sternbild Haar der Berenike liegt auch der galaktische Nordpol. Das heißt, wenn wir in das Sternbild Haar der Berenike schauen, sehen wir senkrecht aus der Scheibe des Milchstraßensystems hinaus in die Tiefen des Universums. Daher sind hier nur wenig Vordergrundsterne vorhanden. So finden wir im Sternbild Haar der Berenike mehrere hellere Galaxien.

Mit großen und lichtstarken Teleskopen kann man im Bereich des Sternbildes Haar der Berenike zahlreiche schwache Galaxien ausmachen. Neben den vielen helleren Galaxien gibt es hier auch noch den Coma-Galaxienhaufen. Er ist über 300 Millionen Lichtjahre entfernt und enthält viele 100 Galaxien! Allerdings haben selbst die hellsten Galaxien in ihm eine Helligkeit von nur 14,0m so daß dieser Galaxienhaufen nur großen Amateurteleskopen vorbehalten bleibt.


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Der Comasternhaufen Melotte 111

Es handelt sich hier um einen sehr lockeren offenen Sternhaufen in 250 Lichtjahren Entfernung. Er ist schon deutlich mit dem bloßem Auge zu sehen. Der beste Anblick ergibt sich im Feldstecher. Im Teleskop verfällt er dagegen, weil das Gesichtsfeld zu klein wird!



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Der Kugelsternhaufen M 53

M 53 ist ein Kugelsternhaufen, den man schon in einem lichtstarken Feldstecher als diffusen Stern erkennen kann. In einem kleinen Teleskop erscheint er als zarter Lichtball. Eine Auflösung in Einzelsterne ist erst ab 15 cm Öffnung möglich. M 53 ist etwa 60.000 Lichtjahre von uns entfernt.


Helle Galaxien

Mit einem lichtstarken Teleskop lassen sich in diesem Sternbild eine Reihe von Galaxien sehen: M 64, M 85, M 88, M 91, M 98, M 99 und M 100. Sie gehören eigentlich noch zum Virgohaufen, einen großen Galaxienhaufen, der im Sternbild Jungfrau liegt.

© Copyright: 1998-2017 Mario Lehwald
www.andromedagalaxie.de