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Schwan (Cyg)



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Karte erstellt mit Skymap
© Mario Lehwald


Der Schwan wird häufig auch als Kreuz des Nordens bezeichnet. Er ist ein Sommersternbild, das Anfang August gegen 23 Uhr MEZ kulminiert. Da er inmitten des Bandes der Milchstraße liegt, ist er eine wahre Fundgrube für Beobachter von Sternhaufen und Nebeln.

α Cygni oder Deneb ist mit einer scheinbaren Helligkeit von 1,3m der hellste Stern im Schwan und auch ein auffälliger Stern am Sommerhimmel. Er ist ein sehr leuchtkräftiger blauweißer Stern, dessen Entfernung zwischen 1.600 und 3.000 Lichtjahren angegeben wird.

γ Cygni oder Sadr ist ein 657 Lichtjahre entfernter Doppelstern. In einem Abstand von 142 Bogensekunden findet man zum 2,3m hellen Hauptstern einen 9,5m hellen Begleiter. Um ihn zu sehen reicht ein kleines Teleskop von etwa 6 cm Öffnung aus.

Einer der wohl schönsten Doppelsterne am Himmel ist Albireo oder β Cygni. Der 3,1m helle Hauptstern leuchtet deutlich rötlich. In einem Abstand von 35 Bogensekunden befindet sich ein 5,1m heller Begleiter, der deutlich bläulich leuchtet. Bereits ein größerer Feldstecher und natürlich erst recht ein kleines Teleskop trennt Albireo. Der Farbkontrast des rötlich leuchtenden Riesensterns und des daneben stehenden blauen Begleiters faszinieren immer wieder aufs neue!

Die Milchstraße leuchtet im Schwan schon recht hell. Daher finden wir im Schwan eine Reihe von Sternhaufen und Nebeln, von denen nur einige wichtige, die man schon in einem Feldstecher erkennen kann, hier genannt seien.


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Der offene Sternhaufen M 39

M 39 ist ein schöner offener Sternhaufen, der allerdings recht wenige, dafür aber helle Sterne besitzt. Der beste Anblick ergibt sich in einem Feldstecher bei geringer Vergrößerung.



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Der offene Sternhaufen M 29

M 29 ist ein weiterer leicht auffindbarer offener Sternhaufen, den man schon in einem Feldstecher gut beobachten kann. M 29 ist etwa 4.000 Lichtjahre von uns entfernt.



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Der Nordamerikanebel NGC 7000

Bei Deneb finden wir den berühmten Nordamerikanebel. Es ist eine leuchtende Gaswolken die wirklich die Umrisse der nordamerikanischen Kontinents zeigt. Dieser Nebel besitzt aber eine äußerst geringe Flächenhelligkeit. Um ihn überhaupt zu sehen braucht man erstmal einen möglichst lichtstarken Feldstecher und weiterhin einen extrem dunklen Himmel ohne Mondlicht weit weg vom Licht der Städte sowie sehr klare Luft. Die günstigste Zeit ist im August und September, wenn der Schwan möglichst hoch am Himmel fast im Zenit steht.


© Copyright: 1998-2017 Mario Lehwald
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