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27.02.2014
Polarlicht


Ort: Leuchtturm Bülk
Zeit: 22.00 - 23.45 MEZ
Instrumente: Pentax P 30 mit 1.7 / 50 und 2.8 / 28 mm, Stativ


Schon am Dienstag, dem 25. Februar 2014, auf dem Aschbergtreffen mit der Geschäftsführung der Globetrotter-Lodge, wies Carsten auf einem kürzlich stattgefundenen starken Flare auf der Sonne hin.

Am Donnerstagabend war Astrostammtisch im Bürgerhaus Kronshagen. Es war auch ein neues Mitglied dabei, dem wir anschließend noch kurz die Sternwarte zeigten. Der Himmel klarte auf und dabei fiel uns nach Norden ein rötlich aufgehellter Himmel auf. Es war recht schnell klar: Wir sahen ein Polarlicht!

Michael G. rief Carsten an, der bereits am Leuchtturm Bülk stand und Fotos machte. Er sagte dort sei der Nordhimmel grün. Ich fuhr rasch nach Hause, packte meine Spiegelreflexkamera mit einem 200 Asa Diafilm, sowie das 50 mm und das 28 mm Weitwinkelobjektiv ein. Dann noch das Stativ und die Rotlichtlampe. So ausgerüstet fuhr ich gegen 21.30 Uhr zum Leuchtturm Bülk.

Unterwegs hielt ich bei Rathmannsdorf an, um den hier schon dunkleren Himmel zu untersuchen. Ich sah aber kaum etwas Richtung Norden. War es wieder vorbei? Trotzdem machte ich zwei Aufnahmen mit 60 Sekunden Belichtungszeit. Dann fuhr ich weiter nach Bülk.

Gegen 22 Uhr kam ich am Leuchtturm Bülk an. Ich packte meine Sachen aus und ging mit der Rotlichtlampe zur Aussichtsplattform am Wasser. Dort traf ich Carsten, der Fotos machte. Hier fiel mir auch gleich eine grünlich schimmernde Aufhellung Richtung Norden auf, die einige Grad über dem Horizont nach unten abriß. Carsten sagte das wäre vohin viel heller gewesen und eine tolle Show.

Ich begann mit ersten Fotos, alle etwa 60 Sekunden belichtet, und dann bauten sich in der grünlich schimmernden Fläche deutliche Strahlen auf. Diese veränderten sich recht schnell, verschwanden, um sich an anderer Stelle wieder neu zu bilden. Besonders nach Nordosten begann der Himmel weiter oben auch schwach rötlich zu leuchten. Ich wechselte zwischendurch bei den hellen Ausbrüchen das Objektiv und nahm das Weitwinkel.

Carsten rief Marco Ludwig von der Sternwarte Neumünster an, der gerade am Einfelder See stand und völlig begeistert war. Auch wenn dieses Polarlicht lange nicht so hell war wie das vom 11. April 2001 war es trotzdem nach vielen Jahren wieder eine tolle Light-Show! Langsam zogen aber von Westen Wolken heran, die nach 23 Uhr schon fast die Hälfte des Nordhimmels abdeckten. Auch ließ die Intensität des Polarlichtes langsam nach. Carsten konnte das im Internet sehen, wie das Polarlicht-Oval sich doch langsam aus unserer Gegend zurückzog.

Um 23.30 Uhr bauten wir ab, da die Wolken immer näher kamen. Wir hatten viel Glück gehabt. Erstmal das wir dieses Polarlicht durch die kurzfristige Fahrt zur Sternwarte überhaupt bemerkt hatten, und dann das der Himmel gerade zum richtigen Zeitpunkt aufgeklart ist.

© Copyright: 1998-2017 Mario Lehwald
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