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Perseus (Per)



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Karte erstellt mit Skymap
© Mario Lehwald


Im Herbst steigt am Osthimmel langsam der Perseus auf. Er liegt mitten im Band der Milchstraße. Der Perseus kulminiert Mitte Dezember gegen 22 Uhr MEZ.

Der Hauptstern α Persei wird auch Mirfak genannt. Er hat eine scheinbare Helligkeit von 1,8m und ist 529 Lichtjahre von uns entfernt.

Der mit 2,1m zweithellste Stern β Persei wird auch Algol genannt. Er ist ein typischer Bedeckungsveränderlicher, d. h. zwei Sterne umkreisen sich hier gegenseitig. Jedesmal, wenn der lichtschwächere Begleitstern vor den Hauptstern vorbeizieht, nimmt die Helligkeit auf 3,4m ab. Das passiert alle 2 Tage und 21 Stunden. Allerdings kann man dieses Doppelsternsystem auch mit den größten Teleskopen nicht auftrennen.

ε Persei ist ein 543 Lichtjahre entfernter Doppelstern, der schon mit kleinen Teleskopen gut zu trennen ist. Neben dem 2,9m hellen Hauptstern befindet sich in einem Abstand von knapp 9 Bogensekunden ein 7,4m heller Begleiter.

Auch ζ Persei ist leicht zu trennen. Hier hat der 2,9m helle Hauptstern in einem Abstand von 13 Bogensekunden einen 9,4m hellen Begleiter. Dieses Sternenpaar ist etwa 932 Lichtjahre von uns entfernt.

Im Perseus finden wir den wohl schönsten Sternhaufen oder besser Doppelsternhaufen am nördlichen Himmel.


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Der Doppelsternhaufen h und chi

Hier haben wir einen der schönsten Sternhaufen am nördlichen Himmel vor uns! Die astronomischen Bezeichnungen dieser beiden Haufen sind NGC 869 und NGC 884. Schon mit einem Feldstecher ist dieser Doppelsternhaufen bei dunklem Himmel ein auffälliges und prächtiges Objekt. Beim Teleskop sollte man darauf achten immer die kleinstmögliche Vergrößerung zu wählen, damit man beide Sternhaufen gleichzeitig im Gesichtsfeld hat! Als ideal ist eine Vergrößerung um 20fach. Beide Haufen sind etwa 8.000 Lichtjahre entfernt. Der prachtvollste Anblick, egal in welchem Instrument, ergibt sich in einer mondlosen dunklen Nacht weit weg vom Licht der Städte. Dann wird der Beobachter den Eindruck haben selbst in einem Raumschiff vor diesen Haufen glitzernder Sterne zu schweben....



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Der offene Sternhaufen M 34


© Copyright: 1998-2017 Mario Lehwald
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