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5,74 Tage nach Neumond


Am 5. Tag nach Neumond taucht langsam das Mare Serenitatis aus dem Dunkel auf. An diesem Abend ist besonders eine Dreiergruppe von großen Kratern und eine Verwerfung nahe der Mondmitte auffällig.


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Der Mond 5,74 Tage nach Neumond (24.03.2007, 21.31 MEZ)
Aufrechte (Norden ist oben) und seitenrichtige Darstellung
© Mario Lehwald


Sehr auffällig ist an diesem Abend eine Gruppe von drei Kratern nahe der Mondmitte: Theophilus (100 Kilometer Durchmesser), Cyrillus (98 Kilometer Durchmesser) und Catharina (100 Kilometer Durchmesser).

Besonders schön kann man an diesem Abend auch die Altai-Verwerfung am Rande des Mare Nectaris sehen! Sie ist etwa 450 Kilometer lang und 1.000 Meter, stellenweise bis zu 3.000 Meter hoch. Die Altai-Verwerfung scheint der Überrest des früheren Walls des Mare Nectaris zu sein.

Nördlich von Catharina schließt sich das Mare Tranquillitatis an. Neil Armstrong und Edwin Aldrin von Apollo 11 waren am 20. Juli 1969 da unten gewesen! Sie sammelten etwa 21 Kilogramm Mondgestein und stellten ein Seismometer sowie einen Laserreflektor auf.

Weiter im Norden wird schon der östliche Teil des Mare Serenitatis sichtbar. Hier finden wir auch den außergewöhnlichen Krater Posidonius, der einen Durchmesser von 95 Kilometern hat. Der westliche Teil seines Walls ist am höchsten und zweifach unterteilt. Am unteren Teil kann man einen zweiten gebogenen Ring erkennen. Zur Ostseite hin wird der Wall immer niedriger und versinkt langsam in der Lava des Mare Serenitatis. Im Innern von Posidonius finden wir weiterhin einen kleinen etwa 11 Kilometer großen Krater.

Etwas südlich von Posidonius finden wir den teilweise überfluteten Krater Le Monnier. Nur der Ostteil seines Walls ist erhalten, der westliche Teil versinkt komplett in der Lava des Mare Serenitatis. Le Monnier wurde berühmt, weil in ihm die russische Mondsonde Luna 21 weich gelandet ist und hier ein ferngesteuertes Fahrzeug mit dem Namen Lunachod 2 abgesetzt hat. Es legte insgesamt 37 Kilometer zurück und funkte über 80.000 Bilder zur Erde. Le Monnier hat einen Durchmesser von etwa 60 Kilometern. Lunachod 2 hat Le Monnier somit nicht einmal verlassen!

Etwas weiter südlich von Le Monnier finden wir auch den Landeplatz der Mission Apollo 17. Die Astronnauten Eugene Cernan und Harrison Schmitt landeten am 11. Dezember 1972 etwa 30 Kilometer südlich des Kraters Littrow. Sie waren dort lange mit dem Mondauto unterwegs, haben eine 2,5 Meter tiefe Bohrung gemacht und gute 110 Kilogramm Mondgestein gesammelt. Harrison Schmitt war auch der erste Geologe, der jemals den Mond betrat. Gleichzeitig war Apollo 17 auch die letzte bemannte Mondmission.


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Namen der Mondformationen am Terminator
Aufrechte (Norden ist oben) und seitenrichtige Darstellung
© Mario Lehwald



Umgekehrte seitenrichtige Darstellung

Dieser Anblick zeigt sich in einem Refraktor (Linsenteleskop) ohne Verwendung eines Zenitprismas oder in einem Spiegelteleskop nach Newton. Das Bild steht auf dem Kopf (Norden ist unten), ist aber seitenrichtig.


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Der Mond 5,74 Tage nach Neumond (24.03.2007, 21.31 MEZ)
Umgekehrte (Norden ist unten) seitenrichtige Darstellung
© Mario Lehwald


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Namen der Mondformationen am Terminator
Umgekehrte (Norden ist unten) seitenrichtige Darstellung
© Mario Lehwald



Aufrechte seitenverkehrte Darstellung

Dieser Anblick zeigt sich in einem Refraktor (Linsenteleskop) mit Verwendung eines Zenitprismas. Das Bild ist richtig herum (Norden ist oben) aber seitenverkehrt.


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Der Mond 5,74 Tage nach Neumond (24.03.2007, 21.31 MEZ)
Aufrechte (Norden ist oben) aber seitenverkehrte Darstellung
© Mario Lehwald


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Namen der Mondformationen am Terminator
Aufrechte (Norden ist oben) aber seitenverkehrte Darstellung
© Mario Lehwald

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