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Finsternisse


Eine Mondfinsternis entsteht, wenn der Mond in den Erdschatten eintritt. Schiebt sich der Mond zwischen Sonne und Erde, haben wir eine Sonnenfinsternis.


Entstehung von Finsternissen

Die Mondbahn ist um etwa 5 Grad gegen die Ekliptik (die scheinbare Bahn der Planeten und der Sonne am Himmel) geneigt. Daher kommt es nicht bei jedem Mondumlauf zu einer Mond- und Sonnenfinsternis. Eine Sonnen- bzw. Mondfinsternis kann nur eintreten, wenn sich der Mond genau auf dem Schnittpunkt seiner Bahn mit der Ekliptik, dem sogenannten Knotenpunkt, befindet und dann gerade Voll- bzw. Neumond ist! Daher finden Finsternisse nicht allzu oft statt.

Wann sie stattfinden kann man z. B. einem astronomischen Jahrbuch entnehmen. Zumindest totale Mondfinsternisse werden auch oft in der lokalen Presse angekündigt. Totale Sonnenfinsternisse sind auf ein bestimmtes Gebiet bezogen, z. B. auf Deutschland, recht selten. Eine fand z. B. am 11. August 1999 in Süddeutschland statt.


Die Mondfinsternis

Eine Mondfinsternis entsteht, wenn sich Sonne, Erde und Mond auf einer Linie befinden und der Mond dann in den Erdschatten eintritt. Eine Mondfinsternis kann also nur entstehen, wenn der Mond der Erde genau gegenübersteht; also wenn Vollmond ist!Taucht der Mond vollständig in den Kernschatten der Erde ein, dann ist die Finsternis total. Taucht er nur teilweise in den Kernschatten der Erde ein, dann ist die Finsternis partiell.


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Totale Mondfinsternis
© Mario Lehwald


Befindet sich der Mond ganz im Kernschatten der Erde, verschwindet er nicht völlig, sondern glimmt in einer meist schönen tief kupferroten Farbe. Der Kernschatten der Erde ist nämlich nicht völlig dunkel, sondern durch Streulicht, welches von der Erdatmophäre in den Kernschatten gelenkt wird, etwas aufgehellt.


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Totale Mondfinsternis am 9. Dezember 1992
© Mario Lehwald


Auf dem Mond findet zum Zeitpunkt einer Mondfinsternis eine Sonnenfinsternis statt, da sich die Erde zu diesem Zeitpunkt genau zwischen Sonne und Mond befindet. Da die Erde am Mondhimmel deutlich größer erscheint als der Vollmond am Erdhimmel, bedeckt die Erdscheibe am Mondhimmel die Sonnenscheibe völlig. Normalerweise würde man die Erdscheibe zum Zeitpunkt der Totalität am schwarzen Mondhimmel nicht sehen und es wäre stockfinster. Die Erde besitzt aber eine Atmosphäre, die das Licht streut. Und dieses Streulicht ist während der Totalität auf dem Mond zu sehen: Die schwarze Erdscheibe ist von einem schmalen, hell leuchtenden rötlichen Ring umgeben. Er ist so hell, daß er die Mondoberfläche in ein tiefes, kupferrotes Licht taucht was dort ein großartiger Anblick sein muß!



Die Sonnenfinsternis

Eine Sonnenfinsternis entsteht, wenn sich Sonne, Mond und Erde auf einer Linie befinden und der Mond sich vor die Sonne schiebt und seinen Schatten auf die Erdoberfläche wirft. Eine Sonnenfinsternis kann also nur entstehen, wenn der Mond genau zwischen Sonne und Erde steht; also wenn Neumond ist! Trifft an einem bestimmten Ort der Erde nur der Halbschatten des Mondes auf die Erdoberfläche, dann ist die Finsternis an diesem Ort partiell. In diesem Falle verdeckt der Mond die Sonnenscheibe nur teilweise. Trifft an einem bestimmten Ort der Erde dagegen der Kernschatten des Mondes die Erdoberfläche, so ist die Finsternis hier total. In diesem Falle wird die Sonnenscheibe gewöhnlich vom Mond ganz verdeckt und es wird so dunkel, das man die Sterne sieht.


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Totale Sonnenfinsternis
© Mario Lehwald


Steht der Mond zur Zeit einer totalen Sonnenfinsternis gerade im erdfernsten Punkt (Apogäum), so reicht sein Kernschatten nicht ganz bis zur Erdoberfläche. Die scheinbare Mondscheibe ist von der Erde aus gesehen dann zu klein, um die Sonne vollständig zu verdecken. In diesem Falle bleibt während der Totalität ein schmaler Rinng um die Sonne frei. Man nennt eine solche Sonnenfinsternis auch eine ringförmige Sonnenfinsternis.


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Ringförmige Sonnenfinsternis
© Mario Lehwald


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Partielle Sonnenfinsternis am 3. Oktober 2005
© Mario Lehwald

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