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Abendlicher Sternenhimmel im Frühling



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Karte erstellt mit Stellarium
© Mario Lehwald



Der Anblick des Frühlingshimmels

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Die Karte zeigt exakt den Anblick des Sternenhimmels am 15. April gegen 22 Uhr MEZ für die geografische Breite von Kiel. Die Karte ist aber in ganz Deutschland verwendbar da die Veränderungen am Himmel nur wenige Grad ausmachen. Auch wenn Sie ein oder zwei Stunden früher oder später beobachten ist diese Karte noch anwendbar, da sich der Anblick des Sternenhimmels dann noch nicht allzu stark verändert hat. Beobachten Sie aber deutlich später (z. B. nach Mitternacht), so wählen Sie hier die Karte aus, die Ihren Zeitpunkt am nächsten liegt!

Auch am abendlichen Sternenhimmel ist jetzt eindeutig der Frühling eingezogen. Der Ost- und Südhimmel wird jetzt von den Frühlingssternbildern beherrscht.

Im Südosten fällt der Bootes oder Bärenhüter deutlich auf. Seine Form erinnert auch an einen großen Heißluftballon oder an eine Eistüte. Der hellste Stern im Sternbild Bootes ist der rötlich leuchtende Arkturus. Arkturus ist ein Roter Riesenstern und 37 Lichtjahre von uns entfernt. Mit einer Helligkeit von 0.0m ist er der vierthellste Stern am gesamten Himmel. Weiterhin hat Arkturus eine große Eigenbewegung von etwa 2,3 Bogensekunden pro Jahr.

Direkt links neben dem Bootes fällt das schöne Sternbild der nördlichen Krone auf.

Unter dem Bootes steht die Jungfrau, dessen meisten Sterne aber recht lichtschwach sind. Nur ihr hellster Stern Spica ist auffällig. Zusammen mit Arkturus im Bootes und dem hellsten Stern im Löwen, Regulus, bildet Spica das Frühlingsdreieck.

Tief im Südosten finden wir zwei weitere lichtschwache Sternbilder: Es ist der Rabe und der Becher.

Hoch im Süden dominiert jetzt der Löwe mit dem hellen Stern Regulus. Regulus ist 1.4m hell und knappe 80 Lichtjahre von uns entfernt. Er steht sehr nahe bei der Ekliptik; das ist die scheinbare Bahn auf der die Sonne, der Mond und die Planeten am Himmel entlanglaufen. So wird Regulus hin und wieder vom Mond bedeckt.

Zwischen Löwe und Bootes, über der Jungfrau, finden wir das schwache Sternbild Haar der Berenike, auch Coma genannt. Es besteht nur aus drei schwachen Sternen die einen rechten Winkel bilden. Schon mit dem bloßem Auge erkennen wir nahe dem rechten Stern eine kleine Sterngruppe, die mit einem Feldstecher noch deutlicher erkannt werden kann. Das ist der sogenannte Comasternhaufen, auch Mel 111 genannt.

Hoch am nördlichen Himmel, ja fast im Zenit, steht der große Bär, dessen hinterer Teil auch als großer Wagen bekannt ist. Er kreist um den Himmelsnordpol und hat nun seine höchste Stellung erreicht. Der kleine Bär beginnt dagegen gerade mit seinen Aufstieg.

Östlich vom kleinen Bären schlängelt sich der Drache herum. Unter dem kleinen Bären, etwas westlich steht nun der Cepheus tief am nördlichen Himmel.

Unterhalb der Deichsel des großen Wagen stößt man auf das kleine und unauffällige Sternbild der Jagdhunde. An der Grenze zum Bootes finden wir hier den schönen Kugelsternhaufen M 3

Die Wintersternbilder haben sich alle weit nach Westen verschoben und verabschieden sich nun vom Himmel. Der Orion geht gerade im Westen unter und nur noch die Zwillinge und der Fuhrmann lassen an vergangene Wintertage erinnern.

Etwas höher am südwestlichen Himmel zwischen den Zwillingen und dem Löwen ist noch der schwache Krebs zu sehen. Im Krebs finden wir einen der schönsten offenen Sternhaufen am unserem Himmel. Es ist M 44, auch Praesepe oder Krippe genannt. Unter günstigen Bedingungen ist er schon mit dem bloßem Auge als Fleckchen zu erkennen. In einen Feldstecher bietet der Sternhaufen einen sehr schönen Anblick.

Die Milchstraße macht sich im Frühling besonders rar und steht nun knapp über dem westlichen Horizont. Dafür geht unser Blick nun senkrecht aus der galaktischen Scheibe hinaus in die Tiefen des Weltalls. Mit lichtstarken Teleskopen kann man am Frühlingshimmel eine große Anzahl von anderen Milchstraßensystemen oder Galaxien beobachten. Besonders reich an Galaxien sind die Sternbilder Haar der Berenike, Löwe und Jungfrau. Aber auch im Bereich des großen Bären, der jetzt günstig weil sehr hoch steht, findet man viele Galaxien.


Die Planeten im Frühling 2017

Merkur bietet Ende März eine Abendsichtbarkeit. Bei einem möglichst tiefen Westhorizont kann man versuchen, den sonnennächsten Planeten bei klarem Himmel kurz nach Sonnenuntergang tief im Westen aufzufinden.

Venus zieht sich im März vom Abendhimmel zurück und bewegt sich auf die Sonne zu. Um Mitte April taucht Venus kurz vor Sonnenaufgang am Morgenhimmel auf.

Mars, der rote Planet, ist im Frühling noch am Abendhimmel zu sehen.

Jupiter ist im Sternbild Jungfrau und kann die ganze Nacht über gesehen werden. Am steht Jupiter in Opposition zur Sonne.

Saturn befindet sich im Grenzgebiet zwischen Schlangenträger und Schützen und kann in der zweiten Nachthälfte gesehen werden.



Das Frühlingsdreieck

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Das Frühlingsdreieck am Himmel wird gebildet von den Sternen Arctur im Bootes, Regulus im Löwen, und Spica in der Jungfrau
Karte erstellt mit Stellarium
© Mario Lehwald



Blick nach Norden

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Karte erstellt mit Stellarium
© Mario Lehwald



Blick nach Osten

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Karte erstellt mit Stellarium
© Mario Lehwald



Blick nach Süden

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Karte erstellt mit Stellarium
© Mario Lehwald



Blick nach Westen

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Karte erstellt mit Stellarium
© Mario Lehwald



Diese Karten sind auch gültig für:
  • 1. Dezember um 7 Uhr
  • 1. Januar um 5 Uhr
  • 1. Februar um 3 Uhr
  • 1. März um 1 Uhr
  • 1. April um 23 Uhr
  • 1. Mai um 21 Uhr
  • 15. Dezember um 6 Uhr
  • 15. Januar um 4 Uhr
  • 15. Februar um 2 Uhr
  • 15. März um 24 Uhr
  • 15. April um 22 Uhr
  • 15. Mai um 20 Uhr


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