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Abendlicher Sternenhimmel im Herbst



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Karte erstellt mit Stellarium
© Mario Lehwald



Der Anblick des Herbsthimmels

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Die Karte zeigt exakt den Anblick des Sternenhimmels am 15. Oktober gegen 22 Uhr MEZ für die geografische Breite von Kiel. Die Karte ist aber in ganz Deutschland verwendbar da die Veränderungen am Himmel nur wenige Grad ausmachen. Auch wenn Sie ein oder zwei Stunden früher oder später beobachten ist diese Karte noch anwendbar, da sich der Anblick des Sternenhimmels dann noch nicht allzu stark verändert hat. Beobachten Sie aber deutlich später (z. B. nach Mitternacht), so wählen Sie hier die Karte aus, die Ihren Zeitpunkt am nächsten liegt!

Der Sommer ist zu Ende gegangen und nun beherrschen die Sternbilder des Herbstes den Himmel. Auch wenn wir im Westen noch das Sommerdreieck sehen, hat der Himmel doch nun eindeutig herbstliche Züge angenommen.

Hoch im Südosten steht nun die Sternenkette der Andromeda. Bei absolut dunklen Himmel kann man über dem mittleren Stern dieser Sternenkette ein schwaches nebliges Fleckchen erkennen - das ist der sogenannte Andromedanebel (M 31), auch Andromedagalaxie genannt, die uns am nächsten gelegene Milchstraße im Universum! Der Andromedanebel ist 2,5 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Unter aufgehelltem Stadthimmel wird M 31 aber kaum mehr mit bloßem Auge zu erkennen sein. In einem Feldstecher erkennt man M 31 aber auch am Stadthimmel einwandfrei.

Unter der Andromeda liegt das kleine Sternbild Dreieck. In diesem kleinen Sternbild liegt eine weitere nahe Galaxie. Es ist M 33, auch Triangulumgalaxie genannt. Sie ist etwas über 3 Millionen Lichtjahre von uns entfernt und bildet zusammen mit der Andromedagalaxie M 31 und unserem Milchstraßensystem einen kleinen Galaxienhaufen - die sogenannte Lokale Gruppe. M 33 ist allerdings sehr lichtschwach. Um sie zu sehen braucht man schon einen lichtstarken Feldstecher und absolut dunklen Himmel ohne Mondlicht fernab der Städte.

Gleich rechts neben der Andromeda schließt sich das große Viereck des Pegasus an, das auch Herbstviereck genannt wird. Rechts im Pegasus liegt M 15, ein schöner Kugelsternhaufen.

Unterhalb des Pegasusviereck befindet sich das große Sternbild der Fische, daß allerdings nur aus sehr lichtschwachen Sternen besteht. Um die Fische einwandfrei zu sehen, braucht man einen sehr dunklen Standort weit weg von künstlichen Lichtquellen und einen sehr klaren Himmel. Die Fische gehören zum Tierkreis, so daß Sonne, Mond und die Planeten durch dieses Sternbild am Himmel hindurchwandern. Ebenfalls zum Tierkreis gehört das kleine Sternbild des Widders.

Etwas weiter nach Nordosten hin ist der Perseus aufgegangen. Im Perseus befindet sich einer der schönsten Objekte unseres Himmels. Es ist der Doppelsternhaufen h und chi der schon im Feldstecher einen schönen Anblick bietet, vorausgesetzt man beobachtet in mondloser Nacht unter dunklen Himmel.

Über dem Perseus sehen wir inmitten der Milchstraße gelegen die Cassiopeia, auch das Himmels-W genannt.

Auch der Fuhrmann mit dem hellen Stern Capella gewinnt nun wieder an Höhe. Tief im Osten erscheint langsam die Sternengruppe der Plejaden, ein offener Sternhaufen der zum Sternbild Stier gehört und an den kommenden Winter erinnert.

Tief im Süden stehen die Sternbilder Steinbock und Wassermann, die aber alle aus sehr lichtschwachen Sternen bestehen. Auf dem Land, im Gebirge oder an der See hat man aufgrund des fehlenden Streulichtes der Städte noch die besten Chancen, auch mal diese schwachen und ausgedehnten Sternbilder zu sehen; dies allerdings nur bei sehr klarer Durchsicht.

Tief im Süden geht gerade ein heller Stern auf. Es ist Fomalhaut im Sternbild des südlichen Fisches. Fomalhaut kommt in unseren Breiten nie hoch am Himmel.

Tief nach Südosten geht gerade ein sehr großes Sternbild auf. Es ist der Walfisch. Der Walfisch besteht allerdings nur aus sehr lichtschwachen Sternen und ist am Himmel schwierig zu erkenne. Am besten gelingt dies noch an einem sehr dunklem Standort bei bestem Himmel.

Der Westhimmel wird noch von dem Sommerdreieck mit den Sternbildern Schwan, Leier und Adler beherrscht. Der große Wagen hat nun seine tiefste Stellung erreicht und liegt aufrecht parallel zum Nordhorizont.

Die Milchstraße zieht noch fast durch den Zenit und kann auch im Herbst gut beobachtet werden. Nach Osten hin wird sie aber zunehmends schwächer, was damit zu tun hat, daß im Winter die Nachtseite der Erde zu den äußeren Teilen unserer Galaxis zeigt wo die Sternendichte immer geringer wird.


Die Planeten im Herbst 2017

Merkur bietet Mitte September eine Morgensichtbarkeit. Man kann versuchen, ihn in diesen Tagen kurz vor Sonnenaufgang tief im Osten aufzusuchen.

Venus ist bis November noch am Morgenhimmel zu sehen. Sie bewegt sich ab Mitte November rasch auf die Sonne zu und bleibt unbeobachtbar.

Mars, der rote Planet taucht im Oktober im Sternbild Jungfrau langsam am Morgenhimmel auf.

Jupiter wandert von der Jungfrau in die Waage und taucht gegen Ende November am Morgenhimmel auf.

Saturn befindet sich im Grenzgebiet zwischen Schlangenträger und Schützen und zieht sich rasch vom Abendhimmel zurück. Er bleibt danach vorerst unbeobachtbar.



Das Herbstviereck

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Das Herbstviereck wird gebildet von dem Pegasus. Im Bereich um das Herbstviereck gibt es für den Besitzer lichtstarker Teleskope eine Menge Galaxien zu beobachten
Karte erstellt mit Stellarium
© Mario Lehwald



Blick nach Norden

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Karte erstellt mit Stellarium
© Mario Lehwald



Blick nach Osten

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Karte erstellt mit Stellarium
© Mario Lehwald



Blick nach Süden

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Karte erstellt mit Stellarium
© Mario Lehwald



Blick nach Westen

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Karte erstellt mit Stellarium
© Mario Lehwald



Diese Karten sind auch gültig für:
  • 1. Juli um 5 Uhr
  • 1. August um 3 Uhr
  • 1. September um 1 Uhr
  • 1. Oktober um 23 Uhr
  • 1. November um 21 Uhr
  • 1. Dezember um 19 Uhr
  • 15. Juli um 4 Uhr
  • 15. August um 2 Uhr
  • 15. September um 24 Uhr
  • 15. Oktober um 22 Uhr
  • 15. November um 20 Uhr
  • 15. Dezember um 18 Uhr


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